„It Will Be Dirty Until 2030“ – Worst-Case-Szenario für die Bau- und Immobilienbranche bis 2030
Shownotes
Was passiert, wenn die Bau- und Immobilienwirtschaft bis 2030 nicht in die Spur zurückfindet? In dieser Folge zeichne ich bewusst ein ökonomisches und strukturelles Worst-Case-Szenario für die Branche. Sinkende Investitionen, steigende Sanierungsstaus, Wohnungsmangel, Fachkräftemangel und eine zunehmende Überregulierung könnten dazu führen, dass Deutschland als Immobilienstandort weiter an Attraktivität verliert. Unter dem von mir geprägten Begriff „It Will Be Dirty Until 2030“ geht es nicht um Katastrophenrhetorik, sondern um die Frage, welche Folgen ausbleibende Reformen, fehlende Innovationen und mangelnde Investitionsbereitschaft für die Bau- und Immobilienwirtschaft haben könnten – und welche Chancen dennoch bestehen, diesen Trend zu durchbrechen.
Kernaussagen:
„It Will Be Dirty Until 2030“ beschreibt ein mögliches strukturelles Negativszenario für die Bau- und Immobilienwirtschaft.
Fehlende Investitionen führen zu wachsenden Infrastruktur- und Sanierungsproblemen.
Die Wohnungsnot könnte sich weiter verschärfen und soziale Spannungen verstärken.
Viele mittelständische Marktteilnehmer könnten bis 2030 vom Markt verschwinden.
Regulatorische Anforderungen steigen schneller als die Investitionsfähigkeit vieler Eigentümer.
Technische Fachkräfte bleiben gefragt, während klassische Immobilienberufe unter Druck geraten.
Deutschland könnte international an Standortattraktivität verlieren.
KI, Digitalisierung und technologieorientierter Nachwuchs bieten Chancen zur Gegensteuerung.
Kapitelmarken
00:00 Einleitung und Definition von „It Will Be Dirty Until 2030“
00:43 Investitionsstau, Infrastrukturverfall und Wohnungsmarktkrise
02:02 Mittelstand unter Druck und Marktkonzentration
03:10 Wertverluste, Baukosten und Finanzierungsprobleme
04:01 Arbeitsmarkt, Kapitalflucht und Standortattraktivität
05:04 Verödung der Innenstädte und strukturelle Risiken
06:12 Chancen durch KI, Digitalisierung und Reformen
06:55 Fazit: Warum das Szenario noch vermeidbar ist
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Transkript anzeigen
00:00:02: Thomas, wie sieht das Worst-Case-Szenario für die Bau und Immobilienbranche bis zum Jahr oder im Jahr?
00:00:08: Das Thema It Will Be Dirty an the Twenty Thirty ist ein Worst Case-Scenario.
00:00:15: Ich gebe selbstkritisch zu der Begriff it will be dirty until twenty thirty ist von mir.
00:00:20: Der wurde mal so bisschen einer launigen Geschichte geboren im Jahr zwei tausend einundzwanzig als diese ganzen Begrifflichkeiten hier stay alive till twenty five geworden worden sind.
00:00:29: da haben wir glaube ich mal bisschen seniert diesbezüglich.
00:00:31: Die Frage ist aber, und das meine ich jetzt sehr ernst.
00:00:33: Es geht also nicht um eine Katastrophenrhetorik sondern ganz klar um ein ekonomisch und strukturell denkbares Negativ-Szenario wenn eben nicht alles anscheinend besser wird.
00:00:41: bis zum Jahr zwei Tausend Dreißig.
00:00:43: Da heißt es aus heutiger Sicht muss man's ganz klar sagen wir haben natürlich in einer relativ unterdurchschnittlichen Investitionsstätigkeit Wir haben einen starken Infrastruktur und Gebäudefall für Fall vor allem Und die Sanierung.
00:00:54: Stau wächst eben exponentiell Gerade öffentlichen Gebäuden, kritische Zustände erreichen sich dort, Krankenhäuser verkehrsbauten.
00:01:01: Gerade Versorgungsnetze relativ instabil.
00:01:03: Das heißt wenn man dieses Edul be Dirtian the twenty thirty als worst case Szenario sieht entschied gerade jetzt im Moment genau diese langfristige Schaden von dem alle wissen man müsste was machen.
00:01:12: aber wo kommt das Kapital her für Dinge die jetzt nicht unmittelbar einer Rendite generieren?
00:01:17: Das heißt etwas sehr direkt formuliert eine Generation baut nicht also aktuell das heißt die nächste muss doppelt so viel zahlen.
00:01:22: Relativ simple Geschichte diesbezüglich.
00:01:25: Ein Beispiel wäre, wenn wir die Fertigstellungszahlen immer noch unter zweieinhalb Tausend Einheiten pro Jahr verharren muss man deutlich sagen.
00:01:32: Auch wenn jetzt vielleicht ein paar Genehmigungen zugestehen sind ich sehe jetzt ehrlicherweise kein dramatischen Booster oder Bauturboeffekt diesbezüglich.
00:01:39: in den Ballungszentren explodieren weiterhin die Mieten das heißt die Wohnungsnot wird wahrscheinlich zum politischen Top-Distabilisationsthema was gewisse Parteien wahrscheinlich wieder anlockt.
00:01:48: soziale Spannungen wachsen, Mobilität nimmt ab.
00:01:50: Also ich bin jetzt ganz bewusst in diesem negatives Szenario, wenn das alles Dirty Bit bis zu einem Jahrzehnte und man muss es ganz nicht dann sehen als Worst Case.
00:01:58: Deutschland verleht dadurch natürlich international massiv an Standortattaktivität.
00:02:02: Natürlich wird das Projektentwickler sterben weitergehen die Marktstrukturen brechen ein gerade viele Mittelständler werden bis zum Jahrzehnzehnten verschwinden Weil die Finanzierungen restriktiv sind, die Banken des Risiko nicht übernehmen und die Zinsen vielleicht in dem Kontext bleiben.
00:02:15: Aber je nach Kriegssituation jetzt auch im Iran bzw.
00:02:18: weiteren Konflikterden.
00:02:20: wird glaube ich auch hier noch ein bisschen an der Zinsschraube gedreht werden.
00:02:22: Das heißt, was passiert in der Konsequenz bis zum Jahr- und Dreißig?
00:02:26: Es entsteht eigentlich Oligopol aus wenigen sehr großen Marktakteuren das heißt die Innovationskraft kann sinken und damit auch langfristige Bauqualität und Oligopole sind nicht gut um das mal deutlich zu sagen.
00:02:36: Das heisst es wegbrechen des Mittelbaus oftmals Familien geführt hat eine relativ stringente Konsequent die nächsten fünf Jahre.
00:02:42: ESG Pflichten werden weiter steigen aber das Kapitalteil wiederum.
00:02:45: das heißt wir haben relativ radikale Wertverluste.
00:02:47: Ich bleib' bisschen naiv vielleicht, die ESG-Pflichten werden weiter steigen.
00:02:51: Das haben wir über Puzzle und über Berlin natürlich auch dann verstanden.
00:02:54: Die Frage ist aber wie möchte eine Kommune, die ja chronisch unterfinanziert sind eigentlich bei diesem Brown Discount Loop mitmachen?
00:03:00: Also entsteht wirklich in der Tat etwas wo man sagen kann Objekte werden immer schneller, immer älter.
00:03:04: Unrenovierte Gebäude verlieren rapide Anwert, Beleugungswerte sinken.
00:03:07: ich bin jetzt ganz bewusst wieder an dieser Negativszenario drin das heißt am Ende des Tages Extremszenarium.
00:03:12: ein Teil des Bestandes wird faktisch nicht mehr finanzierbar werden also ein Riesenthema.
00:03:18: Die Baukosten stagnieren weiterhin auf hohem Niveau.
00:03:21: Die werden sicherlich nicht runtergehen, vor allem auch weil die Fachkräfte fehlen und die Nachhaltigkeitsauflagen natürlich jede Vegetarierkailulation dahingehend verschärfen ist.
00:03:29: bezüglich einfacher formuliert viele Neubau Projekte, die wir anstoßen würden bis zum Jahr hier unter gewissen Prämissen bleiben dauerhaft nicht mal darstellbar.
00:03:37: Sechster Punkt ist sicherlich Arbeitskräftemangel auf der einen Seite aber gleichzeitig Entlassungen Und es ist ja das Paradoxe, technisch qualifizierte Jobs bleiben chronisch unterbesetzt.
00:03:45: Gleichzeitig werden wirtschaftlich und klassische Immobilien im Jobs abgebaut – Stichwort Transaktion, Research, Projektentwicklung.
00:03:50: Also im Worst Case, im Jahr zwanzig bis zweitausend dreißig entsteht hier letztlich eine verlorene studierenden Kohorte der Immobilienwirtschaft auch ein Begriff den ich vielleicht vor zehn Jahren nicht mal hätte denken können.
00:04:01: Kapitalmärkte meiden dann die Immobilie, d.h.
00:04:03: wiederum als Konsequenzrückzug internationale Investoren,
00:04:06: v.a.,
00:04:06: wenn das riesige Korridiertodynamik ungünstig bleibt.
00:04:09: Deutschland wird das label bekommen to regulate it too slow, too expensive also etwas was will ich sehr negativ darstellt.
00:04:15: Heißkapital fließt aus deutschland ab diesbezüglich und die branche schrumpftrukturell aber nicht unbedingt konjunkturell.
00:04:22: und es ist glaube ich noch mal wichtig.
00:04:23: Es geht in diesen fünf jahren nach vorne.
00:04:25: It would be dirty an the twenty thirty mehr im strukturelle als konjunkteurelle effekte.
00:04:28: dies bezüglich ja.
00:04:30: natürlich geht in so einem thema auch der technologische rückstand einher.
00:04:33: bauen wir teurer ineffizienter?
00:04:35: Während Anderländer, KI und Robotik und vor allem industrialisiertes Bauen konsequent eingeführt haben.
00:04:40: Verharren wir oftmals noch auf den jahrhundertjährigen Niveau um das mal etwas direkt zu sagen.
00:04:44: Das heißt ein Worstgeszenario.
00:04:46: bleibt unsere Branche meine Branche also der Bau- und Immobiliensektor definitiv einem low tech spätentwickler Status stehen vielleicht wie die Energiebranche in den zweitausenden vergleichen hinten immer.
00:04:57: Neuer Punkt ganz wichtig wenn man schon beim neuen Punkt angekommen sind dann ist klar definiert jetzt schon ein paar Aspekte die wir unter den Nägel bringen.
00:05:04: Vor allem der oberen Strukturwandel bleibt weiterhin ungelöst, also die Verötung von Innenstädten nimmt zu.
00:05:08: Leerste in dem Einzelhandel nehmen zu.
00:05:10: Altbüros – was immer das ist im Einzelfall werden definitiv so stranded ersetzt und vor allen Dingen Kommunen fehlen wiederum die Mittel für die Transformationsprojekte, also einfacher formuliert um Gottes Willen ein Teil der Innenstätte mit dauerhaft weniger attraktiv und noch weniger funktional.
00:05:24: ganz ganz wichtig diesbezüglich.
00:05:25: Über dem ganzen steht es Thema dass natürlich unsere Promanche die Rolle als Wirtschaftsmotor de facto verliert wird.
00:05:31: Automobil kann man glaube ich auch im Moment sehen was das heißt.
00:05:33: natürlich sind die nominalen Werte nicht so schlecht, aber im Prinzip hoffe ich mal nicht dass die mobilen Bauwirtschaft zu einer negativ Branche oder zu einer Nischenbranche verkommen.
00:05:41: diesbezüglich.
00:05:42: Das heisst wenn ich das ganz bewusst jetzt in dem Podcast negativ darstelle für die deutschland ein Stück wirtschaftspolitische Stabilität und vor allem es ist ein definitiv verlorenes Jahrzehnt.
00:05:51: D.h.
00:05:53: Dirty and the twenty thirty.
00:05:54: wenn es in der Realität bleibt oder wird dann würde das bedeuten wir haben keine strukturelle Honung Wir haben keine Rückkehr zu den moderaten Zinsen, wir haben keine grundlegende Marktbereinigung.
00:06:02: Und vor allem ist es ein Jahrzehnt ohne Investition in Innovation und führt deswegen zu einem Zustand der nur schwer wieder gutzumachen ist ja.
00:06:09: Der einzige Punkt um das auch noch mal bisschen ausgleichend darzustellen was wäre so eine Chance?
00:06:13: Ich glaube es gibt viele kleine Chancen.
00:06:15: da sehen wir teilweise auch dabei aber der Skalierungseffekt ist natürlich vernachlässigbar.
00:06:19: also KI gestützte Produktivitätssprünge enorm wichtig zu betonen.
00:06:23: dann natürlich ganz offen ein schneller regulatorischer pragmatismus.
00:06:26: einfach mal auch machen und dann vielleicht den stempel irgendwann holen ist naiv gedacht aber ich glaube wie eine möglichkeit.
00:06:31: der digital öffentliche sektor entwickelt sich stärker als vielleicht die durchschnitts immobilien unternehmen.
00:06:36: das muss man ganz klar sagen.
00:06:37: also da angehend könnte der öffentlicher sektor auch bisschen frontrunner werden und vor allem.
00:06:42: Ich glaube wir haben mir technologie orientierten nachwuchs mittlerweile als absolventen der glaub ich auch viel stärker Themen in eine gewisse Dynamik bringen könnte.
00:06:49: Mir ist schon klar, die sind nun nicht an den Fleisch töpfen und denen fehlt noch zwei oder drei Sternchen aber in der Summe kommt der Druck glaube ich immer stärker von oben.
00:06:55: Deswegen der Satz ganz bewusst, it will be dirty an the twenty thirty als Urskast-Szenario dargestellt.
00:07:00: Ich hoffe es natürlich auch nicht.
00:07:01: Aber man muss glaube ich nüchtern erkennen dass die Marktsituation im Jahr zwartausend sechsundzwanzig eben nicht unbedingt signifikant besser wird Und ich glaub siebenzwanziger wird sehr auch nicht signifikante besser.
00:07:10: deswegen müssen wir uns schon mal wirklich mit einer Strukturreform beschäftigen und weniger dieses Kleinklein und herbeipäten auf der Exporial das da auch schon wiederkommt.
00:07:17: Thomas, hoffentlich bleibt dieses Szenario wirklich nur Theorie.
00:07:21: Übrigens dieser Podcast wird mit Hilfe von Wolfgang Patz von der Berliner Podcast-Agentur Nextgen-Podcast produziert!
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