Bauen ohne Neubau – ist Revitalisierung die neue Königsklasse?
Shownotes
Bauen ohne Neubau wird zu einem immer wichtigeren Thema für die Bau- und Immobilienwirtschaft. Statt bestehende Gebäude abzureißen und neu zu bauen, rückt die Transformation von Warenhäusern, veralteten Büroimmobilien und brachliegenden Gewerbearealen zunehmend in den Mittelpunkt. In dieser Folge erkläre ich, warum Revitalisierung zur neuen Königsklasse der Projektentwicklung werden könnte, welche Rolle graue Energie und die Klimabilanz von Gebäuden dabei spielen und weshalb aus ehemaligen Problemimmobilien neue Quartiere entstehen können. Gleichzeitig geht es um die Grenzen des Erhalts, die Kosten und Herausforderungen der Revitalisierung – und darum, warum die Immobilienprojekte der nächsten Generation vor allem Kreativität, technisches Wissen und Mut erfordern.
Kernaussagen
Revitalisierung und die Transformation bestehender Gebäude gewinnen für die Projektentwicklung zunehmend an Bedeutung.
Der nachhaltigste Quadratmeter ist häufig nicht der neu gebaute, sondern derjenige, der erhalten und weiterentwickelt wird.
Graue Energie und die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus verändern die Bewertung von Abriss und Neubau.
Ehemalige Warenhäuser, Bürogebäude und Gewerbeareale bieten Potenzial für neue Nutzungen und gemischt genutzte Quartiere.
Nicht jedes Gebäude ist erhaltenswert – in bestimmten Fällen kann ein Neubau wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller sein.
Revitalisierung ist komplex und stellt Entwickler und Investoren vor technische und finanzielle Herausforderungen.
Die nächste Generation von Immobilienprojekten könnte vor allem im Bestand entstehen – mit Kreativität, technischem Wissen und Mut.
Kapitelmarken
00:02 Einleitung: Ist Revitalisierung die neue Königsklasse?
01:00 ESG, CO₂ und graue Energie im Bestand
02:22 Vom Problemfall zum Rohstofflager der Zukunft
04:57 Abriss oder Erhalt – was ist wirklich sinnvoll?
07:07 Die nächste Generation der Immobilienprojekte
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Transkript anzeigen
00:00:02: Thomas, Bauern ohne Neubau.
00:00:04: Ist Revitalisierung die neue Königsklasse?
00:00:09: Ist Revitalisierung der neue Königsklasse klingt erst mal wie so eine typische Überschrift.
00:00:13: Für den Bachelorarbeit ist er aber auch, denn das Thema ist in der Tat etwas was unsere Branche sehr stark verändern wird, sodass mancher Neubau boom wahrscheinlich einen Bauern ohne Neubaus sein wird.
00:00:23: Die provokante Frage deswegen lautet Is Revitalisation eigentlich die neue Königsklasse der Projektentwicklung?
00:00:28: und wir wissen alle, dass die nahem Studium der Bauimmobilienwirtschaft fertig sind.
00:00:33: Auch manchmal auf dem Thema Projektentwirkung nur im Neubauer geht da halt nichts mehr.
00:00:37: Das heißt Während Jahrzehnte lang vor allem neu gebaut wurde, rückt etwas heute in den Fokus, wo man sagen kann die Transformation bestehender Gebäude.
00:00:45: Diese ehemaligen Warenhäuser veraltete Büroimmobilien oder auch diese brachliegenden Gewerbeareale sie können schon zum Entwicklungsprojekt unserer Zeit werden mit einer Ausnahme.
00:00:55: Früher stand da eine Kuh, die Kuh haben wir dann irgendwie wahrscheinlich totgeschossen entzeugt und kam im Bagger und heute steht eben schon was dar.
00:01:02: Und das ist auch mal ganz selbstkritisch.
00:01:03: Das wird noch viel zu selten gelehrt an Hochschulen.
00:01:06: Die Frage, warum das so ist möchte ich jetzt in den nächsten Minuten kurz vorstellen.
00:01:10: Über allem schwebt im Guten wie wahrscheinlich auch um Schlecht mittlerweile der Begriff ESG CO² und graue Energie.
00:01:16: Mir ist schon klar, dass beim Thema ESG die ersten schon die Augen rollen.
00:01:19: aber wenn man es als Grauenergie bezeichnet oder CO² Bindung, CO² Reduktion dann könnte man dem Ganzen wieder ein bisschen mehr Freude abgewinnen.
00:01:27: Das heißt bei dem Thema Bauern im Bestand geht vor allem um die Klimabilanz von Gebäuden die ja zunehmend im Mittelpunkt stehen wie wir alle wissen.
00:01:34: Investoren betrachten heute nicht mehr unbedingt nur den Energieverbrauch im Betrieb.
00:01:38: Da ist in den letzten zwanzig Jahres einiges positiv.
00:01:41: gewisse richtung gekommen sondern vor allem der mittlerweile den gesamten lebenszyklus.
00:01:45: und da kommt nämlich genau die graue energie in spiel.
00:01:47: grau energie heißt am ende des tages ist ja wenn gebäude abgerissen wird geht große teile dieser bereits investierten energie verloren.
00:01:55: also die ist schon drin im bestand im beton entstahl dem glas natürlich in den materialien die vor zehn zwanzig treißig jahren gebaut worden sind.
00:02:02: das heißt ein bisschen theatralisch auch formuliert die erkenntnis lautet Der nachhaltigste Quadratmeter ist oft nicht der neu gebaute, sondern derjenige, der erhalten und weiterentwickelt wird.
00:02:11: Ist selbstkritisch ein bisschen brosa vor allem aber auch ein bisschen indoctrinistisch denn wir haben ja alle gelernt dass ESG nicht mehr zwangsweise auf dem Radius steht oder im Fokus steht von Investoren.
00:02:22: das heißt die Bestandsimmobilie wird eigentlich vom Problemfall mittlerweile zum Rohstofflager für die Zukunft.
00:02:28: Ein weiterer Punkt und das ist glaube ich das was wir so alles sehen Ich habe es mal vom Warenhaus zum Quartier bezeichnet.
00:02:33: Grundsätzlich kommen wir aus einer Generation, aus einer Welt wo wir für alle monofunktionale Immobilien gebaut haben.
00:02:39: Also Büroimmobil beispielsweise aber vor allem diese innerstädtischen Warenhäuser die natürlich einmal dem Strukturwandel unterliegen denn offen gesprochen hat der Einzelhandel nicht in der Summe aber punktuell schon seinen ursprünglichen Zweck verloren in Verbindung mit drei vier Etagen Warenhaus.
00:02:54: Offen gesprochen wenn das auch einfach wäre dann wird man kaum noch leerstehende Galeria Kaufhaus und K-Stadt X. Das muss man ganz offen sagen, aber in Bistoren, in Wickeler vor allem versuchen natürlich heute die Lösung für was Abriss in Neubau ein bisschen zu umgehen, indem sie sagen ne lasst uns mal aus dem Bestand etwas machen und vor allem diese gemischt genutzten Quartiere ja mit Wohnen, mit Büro Gastronomie Gesundheit und auch teilweise Freizeitangeboten zu verändern.
00:03:19: Das heißt, das Gleiche beobacht man auch bei älteren Bürogebäuden.
00:03:23: Auf der anderen Seite haben wir, glaube ich, gelernt dass durch die Homeoffice-Aktivität natürlich ein Überangebot herrscht von Büroflächen.
00:03:29: deswegen... Ich bleibe mal bisschen locker dabei!
00:03:30: Es wird uns wahrscheinlich eher gelingen, Büroflächen umzuwidmen in zentralen Lagen.
00:03:35: Die Frage ist, usw.
00:03:36: will ich immer wohnend sein als jetzt eben vier fünf Etagen K-Start und Co dem Bereich?
00:03:41: Also deswegen, die Frage wahrscheinlich lautete was wurde hier früher gemacht?
00:03:45: ist wahrscheinlich heute eher Was könnte man zukünftig hier entstehen.
00:03:49: Da Biberach ja von Ulm liegt, nehm ich mir natürlich gerne auch zwei Dinge raus die an denen ich manchmal vorbeifahre.
00:03:55: Das Wiley Areal in Neu-Ulm, ja die Angeborenen nennen es manchmal Willi aber das Wiley areal ehemalige militärisch genutzte Fläche wird ein lebendiges Stadtquartier werden.
00:04:05: Lebendig ist jetzt der Begriff der Vermarktungsbrosche und nicht meiner.
00:04:08: Aber ich glaube man kann ganz schön erkennen wofür Kaserren standen finden sie eben heute Wohnungen arbeiten Bildung und Freizeit Und das ist natürlich eine enorm tolle Transformation die passiert ist.
00:04:17: Ein weiteres Beispiel Punkt Quartier in Ulm.
00:04:21: Schöne Geschichte, innerstädtische Standort wurde grundlegend neu gedacht und am Ende des Tages ist es doch ein relativ modernes Mixed Juice-Quartier geworden bzw.
00:04:28: sie wird zum Teil eben noch... Und ich glaube von denen finden wir bundesrepublikanisch wahnsinnig viel!
00:04:33: Es gibt also viele, viele Konzepte zur Umnutzung von Öhemaligen Kaufhäusern, viele Kommunen betrachten diese Immobilien vor allem als Schlüsselobjekte für die Wiederbeliebung der Innenstädte.
00:04:41: Also habe aber auch schon gesagt ehrlicherweise wenn's denn so einfach wäre würden die gar nicht mehr existieren, auch in Zeiten der Krise.
00:04:48: Und ich glaube da passiert etwas was man als erkenntes mitnehmen muss.
00:04:52: eine erfolgreiche Projektentwicklung bedeutet eben immer häufiger eine Transformation.
00:04:55: stande klassische Expansion nur Platz zu machen bringt genauso wenig wie nur World Cogsheim.
00:05:00: hier bringen jetzt alle Nutzungen rein die wir so gerne haben möchten.
00:05:03: ja das heißt somit Blick auf das Thema Abriss oder Erhalt.
00:05:07: das ist immer noch ne Glaubensache.
00:05:08: Ich kam über die CO-Zweibindung.
00:05:10: aber man muss es auch ganz nüchtern sehen und vor allem ehrlich bleiben zu sich selbst.
00:05:13: Nicht jedes Gebäude ist irgendwie erhaltenswert.
00:05:16: Es gibt Bestände mit so erheblichen Staatsstoffbelastungen, vor allem auch mit den Konstruktionsproblemen die man vielleicht in den Siebziger-Achzigern gar nicht gesehen hat in dem Bereich und für uns enorm wichtig mit extrem ineffizienten Grundrössen.
00:05:28: Das heißt, auch dann gehen ganz nüchtern.
00:05:30: in solchen Fällen kann ein Neubauwirtschaftlich natürlich viel sinnvoller sein und sogar ökologisch sinnvoll als jetzt.
00:05:36: ich versuche da rumzudockt an oder irgendwas hinzubiegen was vielleicht gerade heute einer möchte.
00:05:40: unter der Maßgabe vielleicht ist es doch nichts optimale irgendwo.
00:05:43: das heißt Die Branche stellt sich natürlich heute viel differenzierter die Frage, als vor einigen Jahren.
00:05:49: für musste er ja der Erhalt begründet werden.
00:05:51: Warum lasst man das jetzt stehen?
00:05:52: und heute muss wahrscheinlich eher der Abriss begründete werden?
00:05:55: Deswegen natürlich ein schöner Paradigmenwechsel irgendwo her.
00:05:58: Die entspeidende Frage ist natürlich bei sowas immer.
00:06:01: Wer bezahlt es denn eigentlich?
00:06:02: Das heißt, Rebitalisierung ist wirklich komplexes.
00:06:04: Das ist genau der Unterschied zum.
00:06:06: der Bagger macht alles runter in ein zwei drei vier Wochen.
00:06:08: So war es so gut.
00:06:09: Wieder ein bisschen wiederverwandt, aber revitalisiert uns komplex denn es steht ja schon was und ich glaube wir alle sind uns üb... um Überraschungen im Bestand, genauso bewusst wie neue technologische Anforderungen.
00:06:20: Brandenschutz fallen ein Riesenthema in den letzten Jahrzehnte geworden.
00:06:22: ja das heißt die Kosten selbst tragen erst mal Entwickler und Investoren.
00:06:26: langfristig und es ist natürlich immer so bisschen broser denn langfristiges sind wir zwar alle tot aber langfristige profitieren vor allem noch mehr Akteure wie gerade die Städte die in dem Fall natürlich auch liebenswerte Quartiere bekommen Durch die Nutzer natürlich.
00:06:40: Den Nutzer selbst erhalten mutterne Flächen und die Gesellschaft offen gesprochen, profitiert dann schon von einem geringeren Ressourcenverbrauch.
00:06:46: strechstich wieder CO-Zwei Reduktion wenn nicht sogar eher CO-Stacknation um das mal klar zu sagen.
00:06:52: dazu gesellen sich natürlich noch Förderprogramme.
00:06:54: da bin ich jetzt ein bisschen allgemein denn da schauen wir mal einen Blick auf den Bundesländer.
00:06:57: und natürlich gibt es auch relativ innovative Public Private Partnerships Aktivitäten also die spielen immer eine große Rolle.
00:07:03: Deswegen so zum Schluss jetzt in dem kleinen Podcast.
00:07:07: Die nächste Generation wird vermutlich nicht mehr auf der grünen Wiese entstehen, die Generationen der immobilien Projekte Ich denke sie werden eher in den Innenstädten entstehen Bestandsobjekten, Gewerbebranchen natürlich und vor allem in Gebäuden die viele bereits abgeschrieben haben.
00:07:20: Und ich meine das jetzt nicht nur immer gleich Kaufmanus sondern eben auch im Mental Map.
00:07:24: Die Dinger stehen leer da ist nichts mehr und wie kann man es belieben?
00:07:27: Das heißt vor der ganzen Bau einer Bestand Diskussion soll da schon eine gewisse kreative Leistung stecken.
00:07:32: was mache ich eigentlich da wirklich mit?
00:07:34: Und Kreativität mit technischem Wissen und häufig auch ein bisschen mehr Mut als den klassischen Neubau.
00:07:38: das ist sicherlich eine Konstellation.
00:07:40: Da müssen sich viele danach strecken weil der eine hat mehr Technik der andere hat mehr Kritik und der dritte hat mehr Mut.
00:07:45: Und wie man die zusammenkriegen, ist glaube ich so ein bisschen dieser Gordische Knoten, den zu dieser Schlagengild.
00:07:51: Denn wir haben immer noch relativ wenige Paradebeispiele, Blaupausen wo wir hin pilgern können aber in der Summe bleibe ich dabei.
00:07:57: es ist eigentlich wahrscheinlich der neue Königsweg und vor allem entsteht eine neue Königsklasse aus der beugten Entwicklung heraus.
00:08:03: Transformation statt Expansion vielleicht ist genau das der Neue Königs Weg.
00:08:08: Übrigens dieser Podcast wird mit Hilfe von Wolfgang Patz von der Berliner Podcast-Agentur NextGen Podcast produziert.
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